Der Begriff Wifesharing bezeichnet eine erotische Spielart, bei der ein Paar weitere Personen gezielt in sexuelle Erlebnisse einbezieht und intime Situationen gemeinsam teilt. Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Konstellationen, bei denen die Partnerin mit anderen Männern sexuelle Kontakte eingeht, während der Partner aktiv eingebunden sein kann. In diesem Kontext reicht die Dynamik dieser Beziehungsform von Dreier-Situationen bis zu komplexeren Gruppen-Konstellationen und überschneidet sich teilweise mit andern erotischen Praktiken und Konzepten wie dem Gangbang oder offenen Beziehungsmodellen. Entscheidend ist aber stets die Einvernehmlichkeit aller Beteiligten sowie die individuell ausgeprägte Rollenverteilung innerhalb des Paares.
Was ist Wifesharing? Bedeutung und Definition der erotischen Spielart
Es gibt keine in Stein gemeißelte Grundregel beim Wifesharing. In der klassischen Variante sucht sich ein Pärchen einvernehmlich einen oder mehrere Männer für ein gemeinsames sexuelles Vergnügen. Dementsprechend unterscheiden sich Wifesharer von Cuckold
Hotwife-Pärchen, bei denen der Partner ausschließlich devot und passiv ist.
Beim Wifesharing gibt es kein Machtgefälle und der Mann des Pärchens ist in vielen Fällen aktiv dabei. Das betrifft dann auch Konstellationen, in denen mehr als ein weiterer Mann dabei ist, also klare Herrenüberschuss- oder Gangbang-Events.
Viele Paare betonen jedoch, dass sie sich für dieses Erlebnis einen gemeinsamen Hausfreund zu schätzen wissen, mit dem sich eine besonders vertrauensvolle Ebene erreichen lässt. Daher betrachten sich viele Wifesharer auch nicht als klassische Swinger, zumal für einen Wifesharer der Sex mit anderen Frauen,
Partnertausch und Co. nicht unbedingt im Mittelpunkt seines Interesses stehen.
Beteiligte und Rollen im Wifesharing: Paar, Hausfreund und andere Männer
Für das gemeinsame Spiel findet sich ein Paar mit einem oder mehreren anderen Männern zusammen. Manchmal handelt es sich beim Dritten im Bunde um einen engen Freund, einen Nachbarn oder einen Arbeitskollegen.
Meistens nutzen Paare heute aber
einschlägige Datingseiten im Internet, um dort den passenden Hausfreund zu finden. Wenn die Chemie beim realen Treffen genauso stimmt wie im virtuellen Austausch, liegen die Karten für eine vertrauensvolle Dauerfreundschaft recht gut.
Wird das Wifesharing als Swinger-Erlebnis verstanden, ist eine solche Freundschaft natürlich überflüssig.
stellen einige Wifesharer ihre Partnerin auch Unbekannten zur Benutzung zur Verfügung. Und manchmal ist auch
Ein geiles Geschäft der Auslöser für eine solche Nummer.
Wifesharing Praktiken: Dreier, Gangbang und andere sexuelle Konstellationen
Wie genau der Sex bei dieser Sex-Spielart aussieht, hängt stark von den Vorlieben des Paares und den Schnittmengen mit einem potenziellen Mitspieler oder sogar einer ganzen Reihe anderer Männer ab. Trotzdem gibt es natürlich einige Praktiken wie
| Dreier MMF |
Herrenüberschuss bis zum Gangbang |
Blowjobs und Blowbang |
| Bukkake |
andere Spermaspiele |
Tittenfick |
| Analsex |
Sandwiches und Triple Penetrations |
Ass to Mouth (ATM) |
die besonders gefragt sind – und das nicht nur im Wifesharing
Amateur-Porn, sondern auch im realen Leben. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, dass sich die beteiligte Frau wohlfühlt und in ihrem geilen Tun möglichst vollumfänglich aufgeht. Sicherlich kann das D/s Gefälle in einer Wifesharing Partnerschaft recht groß sein.
Aber auch dann kommt man(n) nicht daran vorbei,
Varianten zu wählen, die nicht nur dem Wifesharer selbst, sondern auch seiner Partnerin letztlich zusagen.
Unabhängig davon kann der gemeinsame Sex mit einem Mann und seiner Frau also immer geil sein – egal, ob man selbst ein Faible für Vanillas, devote oder eher dominante Frauen hat. Es brauchen sich lediglich die richtigen Leute zu finden.
Der erotische Reiz beim Wifesharing: Lust, Tabubruch und Eifersucht
Der Begriff legt nahe, dass die Frau beim Wifesharing die Rolle eines passiven, devoten Lustobjektes innehat. Tatsächlich gibt es Paare, die das gemeinsame Spiel so interpretieren. In diesem Kontext fällt für die Frau dann auch die Bezeichnung
Ehehure.
Im Umkehrschluss betonen viele Frauen jedoch auch, dass sie ihre Lust selbstbestimmt-aktiv ausleben und es genießen, von anderen Männern nicht nur verbal-sexuell begehrt, sondern wirklich körperlich befriedigt zu werden.
Dies gilt insbesondere deshalb, weil Eifersucht in Bezug auf den
Hausfreund (oder lockere andere Kontakte) keine Rolle spielt. Der Partner ist schließlich mit ins Geschehen eingebunden und findet es sexuell erregend, dass andere Männer seine Frau vernaschen.
Einzelne Männer mit exhibitionistischer Veranlagung kommen beim Wifesharing ebenfalls voll auf ihre Kosten.
- Sie können die eigene Potenz unter Beweis stellen
- und finden sexuelle Befriedigung, ohne dafür eine verbindliche Liaison eingehen zu müssen.
Laut des amerikanischen Psychologen David J. Ley liegt ein besonderer Kick zudem im Reiz des Verbotenen. Außerdem nennt er in seinem Artikel
Why would you do that die Konkurrenzsituation zwischen den beteiligten Männern als weiteren lustfördernden Aspekt.
Demnach laufe ein Mann beim Sex zur Höchstform auf, wenn noch andere Männer dabei seien, um nicht als schwach oder wenig potent wahrgenommen zu werden. Das gilt besonders dann, wenn die Frau aktiv bestrebt ist, sich von den anwesenden Männern
nach ihren Vorstellungen bestmöglich befriedigen zu lassen.
Sicherheit beim Wifesharing: Kommunikation, Grenzen und Safer Sex
Anders als bei einem ‚klassischen‘ Dreier steht hier die Befriedigung der Frau im Mittelpunkt. Natürlich muss jedes Spiel, bei dem andere Beteiligte vorkommen, abgesprochen sein. Beim Wifesharing liegt aber ein noch stärkeres Augenmerk auf der Partnerin.
Niemand darf überredet werden und die Grenzen müssen im Vorfeld klar abgesteckt sein.
Paare, bei denen Eifersucht ein wichtiges Thema ist, sollten von dieser Spielart lieber Abstand nehmen und lieber beim Lesen von entsprechend scharfen
Sexgeschichten oder beim Schauen von Wifesharing-Porn bleiben.
Gleiches gilt, wenn die Vorstellungen über den Dritten im Bunde und die praktizierten Spielarten nicht deckungsgleich sind. Denn dann kann das lustvolle Erlebnis zu Frust und Missverständnissen führen. Das betrifft natürlich auch die Ideen und Konzepte, die ein weiterer (oder mehrere andere) Männer einbringen.
Wenn alles passt, kann sich das Wifesharing zu einer tollen
Freundschaft Plus entwickeln. Dafür muss sich allerdings ein hohes Maß an Vertrauen entwickeln. Auf jeden Fall gibt es hierbei aber keine Heimlichkeiten. Denn anders als beim Seitensprung beziehungsweise beim Fremdgehen geschieht das Spiel einvernehmlich und gemeinsam. Und:
Safer Sex ist beim Spiel zu mehreren natürlich obligatorisch.
Wobei, es gibt noch einen weiteren interessanten Aspekt:
Die digitale erotische Erweiterung: Das Wifesharing trifft den Camsex
Neben realen Treffen gewinnt auch das virtuelle Wifesharing zunehmend an Bedeutung. Dabei findet die sexuelle Interaktion nicht physisch, sondern über
statt. Paare lassen sich dabei von anderen Personen
online beobachten oder interagieren gemeinsam mit einem weiteren Teilnehmer in digitalen Räumen.
Diese Form erweitert klassische Wifesharing-Dynamiken um Aspekte wie Anonymität, Distanz und eine höhere Kontrolle über die Situation. Gleichzeitig können ähnliche psychologische Effekte wie bei realen Begegnungen, insbesondere in Bezug auf Aufmerksamkeit, Eifersucht und sexuelle Spannung, entstehen.
Kein Wunder also, dass virtuelle Formate häufig als Einstieg in spätere reale Erfahrungen oder als eigenständige Spielart moderner Erotik dienen und dabei (gut gemacht) für lustvolle Momente sorgen.
Ein interessantes Beispiel dafür, wie das konkreter bei einer etwas anders gelagerten erotischen Praxis aussehen kann, findet sich in unserem Artikel Cam-Cuckolding: Lust und Kontrolle im Livestream. Vielleicht ist da ja der eine oder andere inspirierende und hilfreiche Gedanke dabei.