Ein Catsuit ist ein eng anliegendes Kleidungsstück, das den Körper weitgehend oder vollständig bedeckt und dabei die Silhouette betont. Je nach Material und Ausführung kann es blickdicht, transparent, aus Spitze, Netzstoff oder elastischem Nylon gefertigt sein. Bodystockings ähneln Catsuits, sind jedoch häufig leichter, transparenter und stärker als erotische Lingerie gestaltet. Beide Varianten können im Alltag, auf der Bühne oder als Teil eines erotischen Outfits getragen werden. Gerade in der Erotik sorgen die körpernahe Passform, transparente Materialien und raffinierte Aussparungen für einen besonderen Charme. Also, ob als verführerisches Dessous oder als auffälliges Fetisch-Outfit, ein Catsuit kann den Körper stets ziemlich wirkungsvoll in Szene setzen.
Was ist ein Catsuit?
Es gibt verschiedene Kleidungsstücke, die als Einteiler den kompletten Körper oder große Teile davon bedecken. Doch nicht jedes davon ist automatisch ein Catsuit. Typisch sind vor allem drei Merkmale:
- enganliegend: Ein Catsuit liegt dicht am Körper an und zeichnet die Silhouette nach. Dadurch werden beispielsweise Taille, Hüften oder Beine besonders betont. Trotzdem sollte das Kleidungsstück weder einschneiden noch die Bewegungsfreiheit unnötig einschränken.
- weitgehend körperbedeckend: Meist reicht ein Catsuit von Hals oder Schultern bis zu den Füßen. Je nach Schnitt können allerdings einzelne Körperregionen ausgespart sein – etwa die Brüste, der Po oder der Schritt. Gerade bei erotischen Modellen gehören solche Öffnungen häufig bewusst zum Design.
- körpernaher Einteiler: Beim Material gibt es deutlich mehr Spielraum. Nylon und Netzstoff gehören zu den Klassikern, daneben finden sich Catsuits aus Spandex, Samt, (Kunst-)Leder oder Latex. Das Material bestimmt dabei nicht nur die Optik, sondern auch, wie sich der Catsuit auf der Haut anfühlt und wie stark er den Körper verhüllt.
Welche Geschichte steckt dahinter?
Wann genau der erste Catsuit entstand, lässt sich heute nicht mehr eindeutig sagen. Körpernahe Einteiler gab es schon lange vor dem modernen Catsuit – zunächst vor allem in Bereichen wie Tanz, Sport und Bühnenkleidung. Ihre Funktion war dabei nicht unbedingt erotischer Natur. Sie sollten Bewegungsfreiheit ermöglichen, den Körper bedecken oder die Silhouette sichtbar machen.
In den 1960er Jahren wurde der Catsuit zunehmend auch als modisches Kleidungsstück wahrgenommen. In den 1970er und 1980er Jahren waren körpernahe Einteiler dann eng mit Disco, Tanz und der aufkommenden
Fitness- und Aerobic-Kultur verbunden.
Elastische Materialien wie
Spandex machten die Kleidungsstücke dabei nicht nur bewegungsfreundlich, sondern betonten zugleich die Körperform. Auch die Grenzen zwischen Sportbekleidung, Mode und Alltagskleidung wurden zunehmend fließender.
Freizügigere Varianten, transparente Materialien und ausgefallene Schnitte machten ihn zu einem Kleidungsstück, das den Körper bewusst in Szene setzt – etwa als Teil von
sexy Dessous oder als auffälliges Fetisch-Outfit. Heute reicht die Bandbreite deshalb vom sportlichen Einteiler bis zum transparenten, offenen oder aus Latex gefertigten Fetisch-Catsuit.
Auch Männer tragen Catsuits, wobei in diesem Bereich zusätzlich verwandte Kleidungsformen wie
Zentai und Morphsuits verbreitet sind. Diese bedecken häufig nicht nur den Körper, sondern auch das Gesicht und verfolgen damit einen etwas anderen Zweck.
Interessant ist auch die Geschichte des Begriffs: Das englische Wort
catsuit lässt sich bereits für das Jahr 1958 belegen. Zuvor wurden vergleichbare Kleidungsstücke unter anderem als
bodysuit bezeichnet. Woher genau die Bezeichnung
catsuit stammt, ist allerdings nicht eindeutig geklärt. Möglich ist ein Bezug zu der geschmeidigen,
katzenartigen Bewegung, die ein solcher Einteiler der Körperbewegung verleihen kann. Auch ein Zusammenhang mit der seit den 1950er Jahren bekannten Figur Catwoman wird als mögliche Erklärung genannt.
Der Catsuit hat also keineswegs von Anfang an etwas mit Erotik zu tun gehabt. Seine Verbindung mit Verführung, Fetisch und sexueller Fantasie entstand erst im Laufe seiner weiteren Kulturgeschichte.
Was verleiht ihm so viel Sex-Appeal?
Was einen Catsuit so reizvoll macht, hängt stark vom jeweiligen Modell, dem Anlass und den persönlichen Vorlieben ab. Für manche steht das Körpergefühl im Vordergrund, andere mögen die Möglichkeit, mit ihrer Erscheinung zu spielen oder sich einmal ganz anders zu zeigen.
- Catsuits sind sinnlich und ästhetisch: Der enge Stoff zeichnet die Körperformen nach und kann sie optisch ebenso wie beim Tragen spürbar machen. Je nach Material fühlt sich ein Catsuit dabei ganz unterschiedlich an – von glatt und leicht hin zu strukturiert oder deutlich intensiver auf der Haut.
- Sie eignen sich für Rollenspiele: Mit einem passenden Catsuit lässt sich das eigene Erscheinungsbild schnell verändern. Damit wird es leichter, in eine andere Rolle zu schlüpfen und erotische Fantasien auszuprobieren. Das kann auch beim Camsex interessant sein, wenn nicht nur der Körper, sondern die gesamte Inszenierung eine Rolle spielt.
- Sie verbinden Exhibitionismus und Voyeurismus: Ein körperbetonter Catsuit kann zum Hingucker werden – und genau das ist für manche Menschen ein Teil des Reizes. Während die einen sich darin gerne präsentieren, genießen andere vorwiegend den Anblick.
- Sie können ein Gefühl von Geheimnis und Anonymität vermitteln: Ein Catsuit, der große Teile des Körpers oder sogar das Gesicht bedeckt, verändert die eigene Erscheinung deutlich. Gerade bei Rollenspielen kann das dabei helfen, für einen Moment eine andere Identität anzunehmen. Auch bei Amateur-Pornos oder im Club kann die teilweise Verhüllung eine interessante Mischung aus Zeigen und Verbergen schaffen.
- Sie passen zu Fetisch- und BDSM-Spielen: Bestimmte Catsuits lassen sich besonders gut in BDSM-Outfits integrieren. Bei Varianten aus (Kunst-)Leder oder Latex spielen neben der Optik vordergründig Materialgefühl und Geräusch eine Rolle. Je nach Schnitt und Ausstattung kann außerdem die Frage interessant werden, welche Körperstellen bedeckt, freigelassen oder für Berührungen zugänglich sind.
Ebenfalls gut zu wissen
Ein besonderer Vorteil vieler Catsuits und Bodystockings: Sie können auch beim Sex getragen werden. Bei entsprechend geschnittenen Modellen lässt sich der Stoff zur Seite schieben, ohne dass das Kleidungsstück komplett ausgezogen werden muss. Manche Varianten sind sogar von vornherein für erotische Spiele konzipiert und besitzen dafür entsprechende Öffnungen.
Wichtig: Eng anliegend bedeutet nicht unbequem. Ein Catsuit sollte die Körperform zwar betonen, aber weder einschneiden noch unangenehm ziehen. Gerade bei sehr elastischen oder eng geschnittenen Modellen lohnt es sich deshalb, auf Material, Größe und Verarbeitung zu achten.
Und für alle, die es genauer wissen möchten, hier noch einige Fragen und Antworten im Schnellüberblick:
- Ist ein Catsuit dasselbe wie ein Bodystocking? Ein Catsuit und ein Bodystocking ähneln sich, sind aber nicht zwangsläufig dasselbe. Catsuits sind häufig blickdichter und können beispielsweise aus Spandex, Leder oder Latex bestehen. Bodystockings werden dagegen meist aus Nylon oder Netzstoff gefertigt und sind stärker der Lingerie zuzuordnen.
- Wo kann man Catsuits kaufen? Catsuits gibt es in Dessousgeschäften, spezialisierten Erotikshops und bei verschiedenen Onlinehändlern. Erotische Varianten, Bodystockings und Dessous findet man beispielsweise bei Eis.de. Dort hat Majo auch Bodystockings für ihre Tests bestellt – dazu später mehr.
- Welche Rolle spielt der Catsuit in Burlesque und Performance? Auf der Bühne kann ein Catsuit weit mehr sein als ein erotisches Kleidungsstück. Er betont die Körperlinien, lässt sich auffällig gestalten und passt damit gut zu den inszenierten, oft glamourösen Auftritten der Burlesque.
- Werden Catsuits auch in der Drag-Kultur getragen? Ja. Auch in der Drag-Szene können Catsuits als Bühnenoutfit zum Einsatz kommen. Sie lassen sich mit Accessoires, Make-up und anderen Elementen des jeweiligen Looks kombinieren und bieten damit viel Spielraum für die visuelle Inszenierung. Auch Dragqueens nutzen solche körperbetonten Outfits für ihre Auftritte.
Lust auf noch mehr hautenge Erotik?
Wer genauer wissen möchte, wie sich konkrete Catsuits und Bodystockings in der Praxis schlagen, findet bei uns auch zwei ausführliche Tests. Majo hat dabei den
Penthouse-TOP-NOTCH-Bodystocking und den
Penthouse 'Hottie'-Bodystocking genauer unter die Lupe genommen. Und vielleicht gibt es ja auch noch mehr Modelle, die ihr uns für einen Erfahrungsbericht empfehlen wollt?