Das Homeoffice verändert nicht nur die Arbeitsweise, sondern auch das Liebesleben vieler Paare. Kein Wunder also, dass sich die Vorstellung von Erotik am Arbeitsplatz auf diese Weise noch einmal drastisch verändert. Meetings, Deadlines – und eine Option auf Sex mit Kollegen, die man noch vor einigen Jahren gar nicht kannte. Also ja, da kann sich die Versuchung, während der Arbeitszeit Sex zu haben, als ziemlich groß erweisen. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass man sich an gewisse arbeitsrechtliche Grenzen halten muss. Und dennoch entstehen zwischen Videocalls und To-do-Listen viele Momente, die Lust auf mehr machen und die Bürosex-Fantasien beflügeln …
Die Lust am Bildschirm: Wie Pornos und erotische Aktivitäten die Arbeitszeit erobern
In den vergangenen fünf Jahren, insbesondere seit Beginn der COVID-19-Pandemie, haben sich sexuelle Aktivitäten im Homeoffice in Deutschland deutlich verändert. Parallel zur steigenden Homeoffice-Nutzung wuchs sowohl der Konsum von Pornografie als auch die Nachfrage nach
Camsex-Angeboten – und das häufig während der Arbeitszeit.
Die Nutzung von Homeoffice stieg von knapp 13 % im Jahr 2019 auf rund 25 % 2021 und stabilisierte sich bis 2024 bei 24 %. Gleichzeitig zeigen Umfragen zu sexuellen Aktivitäten im Homeoffice, dass
- 60 % der Befragten während der Arbeitszeit im Homeoffice Sex hatten
- 67 % von deutlichen Veränderungen im Sexleben berichteten,
- 43 % neue Sexspielzeuge ausprobierten und
- 50 % offen über geheime Vorlieben sprachen.
Die Mehrheit der Homeoffice-Nutzer und -Nutzerinnen hat somit ihr Sexualverhalten angepasst und neue Praktiken ausprobiert.
Gleichzeitig hat der Pornokonsum stark zugenommen: Im Vergleich zu 2019 konsumieren Deutsche rund 25 % mehr Pornografie, wobei die durchschnittliche wöchentliche Nutzungsdauer von 2,1 auf 3,5 Stunden anstieg. Dabei ist bemerkenswert, dass 70 % des Pornokonsums mittlerweile während der klassischen Arbeitszeiten (9–17 Uhr) stattfinden.
Außerdem kam (noch) mehr Interesse am Webcam-Sex auf
Der Camsex-Interesse-Index stieg ebenfalls – von 100 Punkten (2019) auf 190 Punkte (2023) und bleibt bis heute auf einem hohen Niveau. Besonders beliebt waren dabei 2024 im Zusammenhang mit
deutschen Camsex-Plattformen MyDirtyHobby, Susi.live, Visit-X.net, Big7.com sowie Livestrip.com. Und es gab noch weitere interessante Entwicklungen und Trends. Hier einmal die Schnellübersicht:
| Die Nutzerzahlen auf deutschen Camsex-Plattformen sind seit 2020 um 85 % gestiegen. |
68 % der Camsex-Sessions finden mobil statt. |
Der Nutzungspeak liegt auf 14 bis 16 Uhr – und zwar werktags. |
| In den Großstädten ist die Pro-Kopf-Nutzung um ein knappes Drittel höher als in ländlichen Regionen. |
Im Schnitt lagen die Ausgaben pro aktivem User 2024 bei 45 € pro Monat. |
Interaktive Features (Toy-Control, VR) steigern die Nutzungsdauer offenbar um circa 40 %. |
Besonders bemerkenswert? Jüngere Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren sind besonders aktiv: 72 % nutzen Homeoffice für sexuelle Aktivitäten, während es bei den über 50-Jährigen nur 45 % sind. Bei Camsex-Angeboten ist das Gefälle noch deutlicher: 45 % der jungen Erwachsenen nutzen diese Plattformen, bei den Älteren nur 18 %.
Aber ist Sex im Homeoffice überhaupt erlaubt?
Bürosex ist, sofern er einvernehmlich zustande kommt, nicht per se strafbar. Indes: Bei dieser Form des erotischen Miteinanders sollte man vorsichtig sein, weil ein Arbeitsplatz in diesem als öffentlich gilt. Im ungünstigsten Fall sorgt man dann für eine
Erregung öffentlichen Ärgernisses. Das kann einem im Homeoffice freilich nicht passieren.
Dennoch muss man während der eigenen Arbeitszeit logischerweise für den Arbeitgeber am Werk sein. Wer sich stattdessen für Sex entscheidet, nimmt somit in Kauf, eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung zu begehen. Und wenn das wiederum dumm läuft, sind Abmahnungen oder sogar außerordentliche, fristlose Kündigungen nicht ausgeschlossen. Will also auch hier wieder heißen: Diskretion pflegen und lieber bei der eigentlichen Sache bleiben.
Also, was tun, falls der Partner im Homeoffice Lust hat?
Wenn man Homeoffice und Partnerschaft miteinander verbindet, ist ein kleiner Quickie zwischendurch natürlich eine sehr verlockende Idee. Trotzdem sollte man sich nicht über Gebühr ablenken lassen und idealerweise eine gemeinsame Pause für sexy Momente nutzen. Die perfekte Gelegenheit für eine heiße Rollenspiel-Nummer mit dem „Kollegen“ oder der „
Sekretärin“.
Wie so eine rein fiktive sexuelle Ablenkung bei der Arbeit zu Hause aussehen kann, und welche Rolle Erotik in Videokonferenzen dabei spielt, erfahrt ihr im zweiten Teil unserer erotischen Geschichte Setzen, Sex!
Apropos Rollenspiele und andere scharfe Ideen …
Diese Sexfantasien sind rund um das Büro zu Hause besonders beliebt
Was immer – oder zumindest vielfach – geht?
Pornos! Und so ist es auch keine Überraschung, dass sich die Erotik am Arbeitsplatz in den dazugehörigen Suchmaschinen großer Beliebtheit erfreut. Selbstverständlich in den verschiedensten Varianten, wie man an der folgenden Auflistung ziemlich gut erkennen kann:
| gestellte, aber authentisch wirkende Szenen |
Videocall Sex (Erotik während virtueller Meetings) |
Büro-Rollenspiele |
Webcam Sex zuhause inklusive Live-Interaktion aus dem Homeoffice |
| Amateur Homeoffice |
Masturbation:
Solo-Content während der Arbeitszeit
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heimliche Affären im Homeoffice-Kontext |
Quickies: spontane, kurze Sexszenen zwischen Meetings |
| Homeoffice-Voyeure |
Dirty Talk mit expliziter Sprache während der Arbeit |
spezielle Fetisch-Vorlieben wie Brillen oder Büro-Outfits |
Pärchensex im Homeoffice |
| MILFS und reife Frauen im Homeoffice-Setting
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Nischen und Gruppenszenarien wie Anal, Gangbang, Swinger oder Cuckold |
Homeoffice deutsch (Stichwort Regionalsprache)
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VR-Homeoffice
(für virtuelle Realitäten und immersive Erlebnisse)
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Doch es zeigt sich noch etwas anderes
Die Vorlieben und das Suchverhalten im Bereich der sexuellen Fantasien im Homeoffice variieren stark je nach Altersgruppe, Geschlecht und Region.
- Junge Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren erweisen sich als besonders technikaffin und aufgeschlossen gegenüber innovativen Formaten wie interaktiven Erlebnissen und Virtual Reality. Dementsprechend sucht die Altersgruppe verstärkt nach Amateur-Content und Live-Interaktionen, die Authentizität und eine persönliche Verbindung vermitteln.
- Im Gegensatz dazu bevorzugen ältere User zwischen 35 und 55+ Jahren oftmals narrative und realistische Szenarien. Klassische Rollenspiele, die häufig Macht- und Hierarchieverhältnisse thematisieren, sind bei ihnen besonders beliebt.
Aber auch bei der
Geschlechterverteilung zeigen sich deutliche Unterschiede. Männer stellen weiterhin die Mehrheit der Nutzer und bevorzugen Macht- und
Voyeurismus-Szenarien. Doch die Frauen holen zahlenmäßig auf – ihr Interesse liegt stärker bei Paar-Szenarien, Affären und Dirty Talk. Das lässt sich prinzipiell auch gut mit entsprechenden Homeoffice-Sexvarianten kombinieren, die stärker auf emotionale und zwischenmenschliche Aspekte eingehen.
Und sofern man zusätzlich noch die
regionalen Unterschiede in Deutschland betrachtet, entdeckt man nochmals weitere spannende Muster.
- In der Hauptstadt Berlin wirkt es so, als sei die Nachfrage nach Inhalten auf Deutsch, Virtual Reality und Homeoffice-Szenarien besonders hoch.
- Hamburg hebt sich scheinbar durch eine Vorliebe für Kategorien wie „Cuckold“, „Deutsch“, „Homeoffice“ und „Videocall“ hervor.
- In München dominieren offenbar Suchbegriffe wie „Gangbang“, „Omas“ sowie „Homeoffice“ und „Büro Sex“.
- Köln und Frankfurt zeichnen sich durch ein tendenziell reges Interesse an Swinger-Szenarien, Gruppensex und Homeoffice-Inhalten aus.
- In Ostdeutschland scheinen Suchbegriffe wie „Massage“, „Anal“ und „Dirty Talk“ weit verbreitet zu sein, wobei das Interesse an Homeoffice-bezogenen Inhalten offenbar ebenfalls stetig zunimmt.
Und wie sieht es bei euch aus?
Erlebt ihr Erotik im Homeoffice? Und wenn ja, in welcher Form? Was sind eure eigenen Homeoffice-Sex-Tipps? Wir sind auf eure Kommentare gespannt und freuen uns auf eure Anregungen rund um dieses kurzweilige Thema!