Fast jeder Mensch masturbiert oder praktiziert Selbstbefriedigung, auch wenn darüber oft wenig offen gesprochen wird. Ob als Solosex, Wichsen, Rubbeln oder erotische Handspiele – die Solo-Erotik bietet zahllose Möglichkeiten, lustvolle Empfindungen zu erleben. Auch Sextoys wie Dildos, Vibratoren oder Analplugs erweitern die eigenen Solo-Experimente und steigern die sexuelle Befriedigung. Menschen aller Geschlechter können so ihre eigenen Vorlieben entdecken, neue Techniken ausprobieren und verschiedene erogene Zonen stimulieren. Was sich lohnt: Immerhin ist die Masturbation ein wichtiger Bestandteil der Selbstexploration, steigert Lust und Entspannung. Und dadurch wird sie auch im Zusammenhang mit Anal- oder Ganzkörper-Spiel und Solo-Erlebnissen zunehmend akzeptiert.
Was versteht man unter Masturbation/Selbstbefriedigung?
Masturbation oder Selbstbefriedigung bezeichnet die sexuelle Stimulation des eigenen Körpers, meist der Genitalien, mit den Händen, Sexspielzeug oder anderen geeigneten Hilfsmitteln. Sie kann bis zum Orgasmus führen, muss aber nicht.
Etwas salopper hat Woody Allen Masturbation einmal als Sex mit der Person beschrieben, die einem am nächsten steht. Tatsächlich gibt es zahllose Möglichkeiten, sich selbst lustvolle Empfindungen zu verschaffen.
Denn schließlich beschränkt sich die sexuelle Lust nicht auf partnerschaftlichen Sex. Die
erotische Selbstliebe hat da durchaus ihre eigene Daseinsberechtigung, zumal es kein Schema F gibt: Die persönlichen Vorlieben bei der Masturbation sind nämlich so vielfältig wie die Menschen selbst.
Wie funktioniert der Solosex?
Wie Masturbation funktioniert, lässt sich nicht auf eine bestimmte Technik reduzieren, da es weniger auf ein bestimmtes Bewegungsmuster als auf das, was sich angenehm und lustvoll anfühlt, ankommt.
Inspiration gibt es dafür natürlich reichlich.
Online-Communitys, erotische Geschichten, Pornografie oder Gespräche mit Freundinnen und Freunden liefern sicherlich reichlich neue Ideen. Aber letztlich ist es doch der eigene Geschmack, der den Ausschlag darüber gibt, welche Techniken und Kicks beim Solosex interessant sind.
Dabei sind die folgenden Varianten besonders beliebt:
- Stimulation des Penis: Die klassische Form der männlichen Masturbation ist das Wichsen. Dabei wird der Penis mit der Hand stimuliert, meist durch wiederholte Bewegungen entlang des Schafts. Ein Handjob lässt sich also auch ganz einfach allein genießen. Wer zusätzliche Reize ausprobieren möchte, kann aber beispielsweise einen Masturbator wie den Satisfyer 'Men Vibration+' Vibrator verwenden.
- Stimulation der Vulva und Klitoris: Bei Menschen mit Vulva spielt die Klitoris bei der Selbstbefriedigung häufig eine wichtige Rolle. Sie kann mit den Fingern oder einem Vibrator stimuliert werden. Andere bevorzugen die zusätzliche oder alleinige vaginale Penetration mit den Fingern oder einem Dildo. Auch Kombinationen verschiedener Techniken sind möglich.
- Kombinierte Stimulation: Penis, Vulva, Klitoris, Brustwarzen oder andere erogene Körperbereiche müssen beim Solosex nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Viele Menschen kombinieren verschiedene Reize und entwickeln dadurch mit der Zeit ganz persönliche Masturbationstechniken.
Gibt es noch andere Arten der Selbstbefriedigung?
Natürlich – und das Spektrum der Selbstbefriedigung reicht weit über die klassische Stimulation von Penis, Vulva oder Klitoris hinaus. Auch der Analbereich, die Brustwarzen und viele andere Körperregionen können beim Solosex eine Rolle spielen.
- Anale Selbstbefriedigung: Der Analbereich besitzt zahlreiche Nervenenden und kann deshalb empfindliche und lustvolle Reize vermitteln. Bei Menschen mit Prostata lässt sich auch diese über den Enddarm stimulieren. Dafür stehen spezielle Sextoys wie der Sweet-Seal-Plug-Vibrator zur Verfügung.
- Brustwarzen: Die Brustwarzen können beim Solosex ebenfalls in die Stimulation einbezogen werden, wobei ihre Empfindlichkeit individuell sehr unterschiedlich und keineswegs auf ein bestimmtes Geschlecht beschränkt ist. Manche Menschen erleben die Reizung der Brustwarzen als eigenständigen Lustreiz, andere kombinieren sie mit der genitalen Stimulation. Ein besonders intensives Erlebnis bezeichnet man dementsprechend zuweilen als Nipplegasm.
- Weitere erogene Körperbereiche: Auch das Berühren von Hals, Ohren, Oberschenkeln, Bauch oder anderen empfindlichen Körperstellen kann sexuelle Reize vermitteln. Welche Bereiche besonders sensibel reagieren, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.
Selbstbefriedigung im Camsex und Adult-Content-Kontext
Sexspielzeug ist für Masturbation keineswegs notwendig, kann aber zusätzliche Reize ermöglichen. Viele Dildos, Vibratoren, Masturbatoren und andere Toys lassen sich aber problemlos allein verwenden, wie das
Angebot im Erotikshop zeigt.
Und auch
- erotische Bilder,
- Sexgeschichten,
- Sexvideos,
- Musik,
- bestimmte Kleidung
- oder andere Gegenstände
befügeln die eigene Lust.
Last but not least spielt die Selbstbefriedigung auch beim Camsex eine wichtige Rolle.
Auf verschiedenen Camsex-Plattformen kann man nämlich
erotische Live-Situationen verfolgen und mit Cam-Models interagieren. Je nach Angebot lässt sich das Geschehen beispielsweise über Nachrichten, Trinkgelder oder andere interaktive Funktionen beeinflussen. Zu den Plattformen, auf denen Camsex und Selbstbefriedigung miteinander verbunden werden können, gehören unter anderem
| bcams-gratis.com |
bongacams.com |
bunnysexcam.com |
| camsusi.com |
pinkysexcam.com |
oder livecams.com |
Und auch in puncto Exhibitionismus und Voyeurismus kommen hierbei alle Beteiligten auf ihre Kosten. Denn dies sind ebenfalls zwei Facetten, die eng mit der Sexualität und speziell auch mit der Selbstbefriedigung verbunden sind.
Keine Überraschung also, dass die Masturbation auch im
Amateur-Porn und in anderen Porno-Genres eine gefragte Sexpraktik ist. Dabei steht sie, wie angesprochen, meist eng mit
- Voyeurismus und Exhibitionismus,
- aber auch mit D/s‑Machtgefällen im BDSM-Porn,
- dem (Forced) Bi oder Lesbian Porn
- sowie der Anwendung von richtig großen Sextoys wie XXL‑Dildos, gern auch per selbst- oder fremdgesteuerter Fickmaschine.
in Verbindung.
Ist Masturbation gesund?
Ist die Selbstbefriedigung moralisch verwerflich? Diese Frage steht bereits seit Jahrhunderten auf dem Diskussionsplan. Dabei war Selbstbefriedigung in der römischen wie griechischen Antike nach Meinung vieler Forscherinnen und Forscher keineswegs anrüchig.
In verschiedenen religiösen Traditionen wird Masturbation unterschiedlich bewertet; manche Auslegungen lehnen sie ab, andere gehen deutlich offener damit um. Vorurteile sind dabei jedoch keine Seltenheit und so besagt ein noch immer gebräuchlicher
Sexmythos: „Nach tausend Schuss ist Schluss!“ Damit soll vor allem Jungs Angst gemacht werden, sodass sie die Freude an der Selbstbefriedigung verlieren.
Tatsache ist: Masturbation gilt aus medizinischer Sicht grundsätzlich als normale Form sexueller Aktivität und ist für gesunde Menschen in der Regel unproblematisch. Eine bestimmte Häufigkeit gilt dabei nicht als allgemein richtig oder falsch. Entscheidend ist vielmehr, ob die Selbstbefriedigung als angenehm empfunden wird und den Alltag nicht beeinträchtigt.
Manche Menschen masturbieren täglich, andere nur gelegentlich oder überhaupt nicht. Solange die Selbstbefriedigung nicht zu Schmerzen, Verletzungen oder Problemen im Alltag führt, gibt es also keine allgemein gültige ‚richtige‘ Häufigkeit.
Somit kann Masturbation kann dazu beitragen,
- den eigenen Körper besser kennenzulernen
- die eigenen sexuellen Bedürfnisse wahrzunehmen
- sowie Lust und Entspannung zu erleben
- und zur Ruhe zu kommen.
Schuld- oder Schamgefühle entstehen im Gegenzug häufig eher durch persönliche, gesellschaftliche oder religiöse Vorstellungen als durch die Masturbation selbst. Doch der moralische Zeigefinger ist aus den oben genannten Gründen nicht angebracht. Insofern vielleicht gut, als der Solosex bei der
Sexualaufklärung in der Schule und auch durch mediale Kampagnen enttabuisiert wird, wenn schon nicht in allen Familien ein entspannter Umgang mit der Masturbation herrscht.
Tipps, Hygiene und Privatsphäre beim Solosex
- Masturbation ist eine intime Angelegenheit und findet deshalb am besten dort statt, wo die eigene Privatsphäre gewahrt bleibt. Das gilt selbstverständlich auch für Jugendliche. Gleichzeitig endet die eigene Freiheit dort, wo andere Menschen unfreiwillig mit sexuellen Handlungen konfrontiert werden. Öffentliche sexuelle Handlungen können rechtliche Konsequenzen haben, unter anderem nach §183a StGB.
- Auch beim Solosex spielt Hygiene eine Rolle. Hände und verwendete Sextoys sollten sauber sein, insbesondere wenn Toys mehrfach oder von verschiedenen Personen benutzt werden
- Bei der analen Selbstbefriedigung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass Toys für den Analbereich geeignet sind und nicht ohne gründliche Reinigung oder einen geeigneten Schutz anschließend vaginal verwendet werden. Körperflüssigkeiten lassen sich beispielsweise mit einem Taschentuch oder Handtuch aufnehmen; beim Einsatz bestimmter Toys können auch Kondome die Reinigung erleichtern.
- Bei der Selbstbefriedigung gibt es außerdem kein festgelegtes Richtig oder Falsch. Nicht jede Technik muss zum Orgasmus führen, und auch eine bestimmte Dauer oder Häufigkeit ist kein Maßstab. Entscheidend ist, dass sich die Stimulation angenehm anfühlt und keine Schmerzen verursacht. Leistungsdruck hat beim Solosex deshalb ebenso wenig verloren wie beim partnerschaftlichen Sex.
Tipps und Inspiration: Kinky Masturbation, BDSM-Toys und Co. im weiterführenden Überblick
Fraglos ist Selbstbefriedigung ein sexy Fass ohne Boden. Und wir haben natürlich noch viel mehr Artikel zu ihr auf Lager. Unter anderem die folgenden …
Kinky Masturbation: das Handanlegen der anderen Art
Die kinky Masturbation erweitert die klassische Selbstbefriedigung um aufregende Elemente aus BDSM, Fetisch und Solo-Spielzeug. Dabei zeigen wir, wie sich Fantasie und Realität kombinieren lassen, etwa durch
Fetisch-Camsex, erotische Geschichten oder spezielle Toys für Männer und Frauen. Wer neugierig ist, lernt hier Techniken, Hilfsmittel und kreative Varianten kennen, die die Solo-Erotik intensiver, abwechslungsreicher und sinnlich-kinky gestalten.
Die beliebtesten BDSM-Sextoys: hart und herzlich
BDSM-Sextoys erweitern klassische Selbstbefriedigung und Partnersex um Spielarten wie Bondage, Fesselung, Orgasmuskontrolle und Elektro- oder
BDSM-Camsex. Passend dazu erklärt unser Artikel etwas konkreter , welche Toys für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet sind, wie man sie sicher einsetzt und welche Effekte sie auf Körper und Psyche haben.
Außerdem findet ihr in unserer Rubrik Sextoytests eine ganze Reihe an (weiteren) Reviews zu Sexspielzeugen, wie die folgenden, die wir bereits selbst getestet haben:
Lest also gern einmal in einige oder alle Tests hinein und verratet uns dann auch über die Kommentare, was euch in puncto Toys und Co. bei der Selbstbefriedigung besonders interessiert und anmacht. Wir sind gespannt!