Doggystyle ist eine Sexstellung, die auch als „Sex von hinten“ oder „Stellung wie bei Hunden“ bekannt ist. Sie zählt weltweit zu den beliebtesten Positionen im sexuellen Kontext und kommt sowohl beim Vaginal- als auch beim Analverkehr oder beim Sandwich-Sex zum Zuge. Besonders geschätzt wird sie für die Möglichkeit einer tiefen Penetration sowie für die intensive körperliche Dynamik zwischen den Partnern. Ihre Beliebtheit zeigt sich aber nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch in der Pornografie, beim Camsex sowie in erotischen Geschichten. Dort stellt man sie häufig als besonders intensive und visuell reizvolle Position dargestellt. Doch was genau macht diese Stellung so reizvoll – und warum gehört sie für viele zu den Klassikern im Sexleben?
Warum ist Doggystyle so beliebt? Bedeutung und Reiz
Doggystyle zählt weltweit zu den beliebtesten Sexstellungen. Ein Grund dafür ist die Möglichkeit, sowohl beim Vaginal- als auch beim
Analsex besonders tief einzudringen. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Das potenziell dominante Element dieser Stellung ermöglicht dem aktiven Part die Kontrolle über
- Tempo,
- Tiefe
- und Rhythmus der Stöße.
Durch eine entsprechend
gezielte Stimulation sensibler Zonen lässt sich die Lust also intensiv steigern und viele Menschen erleben in der Folge besonders starke (anale) Orgasmen. Schließlich betont die offene Präsentation des Körpers Hintern und Hüften, zumal sie den visuellen Reiz verstärkt und dadurch zusätzlich die Erregung steigert. Und das Beste daran? Das gilt auch dann, wenn
trotz kleiner Penisgröße maximale Penetrationstiefe gewünscht ist.
Wer steht auf Sex von hinten?
Im Gegensatz zur Missionar- und
Reiterstellung, die man oft als Standard ansieht, gilt Sex von hinten trotz seiner hohen Beliebtheit in vielen Gesellschaftsschichten als „Halb-Tabu“. Einerseits spielt die Stellung unter anderem beim Analverkehr zwischen Männern eine wichtige Rolle, gleichzeitig wird sie in vielen kulturellen Darstellungen als besonders leidenschaftlich oder verrucht inszeniert.
Aber natürlich spielt der Doggystyle auch im heterosexuellen Kontext eine Rolle: Viele Paare gestalten ihren Analsex mithilfe dieser Sexstellung einfacher und intensiver und freuen sich, dass sie so
abwechslungsreichen Po-Sex ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel genießen können. Und nicht zuletzt profitieren Männer von der Stellung, besonders wenn sie trotz
Erektionsproblemen oder Potenzschwierigkeiten ein intensives Gefühl beim Eindringen erzielen wollen.
Variationen und Spielarten bei der Stellung „von hinten“
Neben klassischem Vaginal- und Analverkehr eignet sich Doggystyle auch für zahlreiche Variationen und Spielarten, bei denen eine besonders tiefe Penetration gefragt ist. Also, warum nicht auch beim
Sandwich-Sex beides parallel erleben? Und auch in anderen Dreier-Konstellationen, speziell beim
MMF, erweist er sich als gleichermaßen flexible wie optisch reizvolle Position.
Apropos flexibel: Ohne Zweifel hat ein echter Penis seinen ganz eigenen Reiz, um ein relativ vergleichbares Gefühl zu erleben, kann man aber auch etwas tricksen. Beim Hetero-Sex kann auch eine Frau mithilfe eines Strapons beim
Pegging den aktiv-penetrierenden Part übernehmen.
Diesen sogenannten erotischen „Rollentausch“ erleben viele Paare als besonders stimulierend – und auch wir bilden dabei keine Ausnahme, wie unser Erfahrungsbericht Das 1. Mal Strapon-Sex zeigt.
Wobei man freilich auch andere Hilfsmittel wie
nutzen kann, um den Winkel der Penetration zu optimieren.
Weitere Tipps für guten Sex von hinten: Sicherheit und Kommunikation
Zunächst einmal erfordert er, wie jede andere Sexstellung, gegenseitiges Einverständnis und klare Kommunikation. Das betrifft den Doggystyle umso mehr, als beim ihm kein direkter Blickkontakt besteht und der aktive Part nahezu die gesamte Kontrolle übernehmen kann. Dieser Umstand ist insbesondere beim Analverkehr von Bedeutung, weil hierbei
tiefe und kräftige Stöße die passive Person stark fordern können.
Diesbezüglicher Tipp: Der Griff zu ausreichend explizitem
Analgleitgel und ein behutsamer Beginn können das Verletzungsrisiko reduzieren und gleichzeitig den Lustfaktor steigern. Das gilt übrigens gleichermaßen für den klassischen Sex als auch für die Nutzung von entsprechenden Sextoys (für Männer).
Zudem kann man, wenn man mag, noch mehr tun:
- Kurze Pausen oder wechselnde Geschwindigkeiten helfen ebenfalls dabei, den Orgasmus hinauszuzögern oder gezielt zu intensivieren.
- Und natürlich können auch die bereits angesprochenen leichten Positionsänderungen den Stimulationswinkel noch einmal verbessern.
So betrachtet entbehren also diverse Vorbehalte gegen Sex von hinten jeglicher Grundlage, sofern alle Beteiligten Spaß daran haben, in ihr
längeres Sexspiel einzubeziehen. Dementsprechend überrascht es nicht wirklich, dass sich auch die kreative Erotikwelt sehr für ihn interessiert …
Der Doggystyle in Pornos und beim Camsex
Ohne Zweifel präsentiert ihn Pornografie als eine der meistgefilmten Sexstellungen, denn der freie Blick auf Hintern, Hüften und Rückenlinie sorgt für eine
visuell besonders erotische Szene.
Ein Effekt, der sich speziell Big-Ass-Pornos verstärkt, weil der Hintern den zentralen Bildinhalt darstellt, und sich so Kurven und Penetrationsaction hervorragend miteinander verbinden. Ein Umstand, den man sich auch in anderen (Hardcore-)Genres gern zunutze macht, die unter anderem harten Analverkehr, Analfisting oder Doppelpenetration zeigen.
Dabei steigt die visuelle Intensität umso mehr an, je offener der Körper präsentiert wird. Filmt man hingegen aus seitlicher, schräg hinterer oder sogar aus POV-Perspektive, entsteht eine zusätzliche Dynamik.
Apropos Dynamik: Beim Camsex präsentiert sich der Doggystyle ähnlich knackig, wird aber noch um ein potenziell aktives Miteinander von Cam-Model und Zuschauer ergänzt. Ob die Benutzung von Händen, Toys oder das Ausüben weiterer analer Praktiken: Sie alle liefern einen zusätzlichen erotischen Input.
Besonders in
Live-Chats erzeugt die Stellung beim Camsex also eine intensive Nähe, da das Publikum den Akt aus einer sehr intimen Perspektive verfolgt.
Und nicht zu vergessen, dass sie auch schnelle Wechsel zwischen vaginalem und analem Sex erleichtert, was die Spannung über
längere Sessions hochhält:
- Gezielte Bewegungen, wie das Absenken oder Anheben des Beckens,
- die gleichmäßige Bewegung einer Fickmaschine, deren Dildo immer wieder in die Körperöffnung hinein und wieder hinausfährt,
- die langsame Steigerung der Größe von Sextoys, die der vaginalen oder analen Dehnung dienen
- oder der echte Schwanz, der beim Sex von hinten für die totale Ekstase sorgt …
Wenn das alles nicht sexy ist, was dann? Aber apropos sexy Effekte …
Auch in erotischen Geschichten kommt man(n) geil von hinten
In erotischen Kurzgeschichten und Romanen nutzt man diese Sexposition ebenfalls gern, um den dramatischen Höhepunkt so richtig in den Blick zu rücken. Ob Machtverhältnisse, Dominanz oder ungebremste Leidenschaft, all das lässt sich mit ihrer Hilfe hervorragend verdeutlichen.
Man denke etwa an verschiedene Szenen aus
Geschichte der O. Dort wird sie von den Gästen von Roissy, vorrangig aber später von Sir Stephen, so auf ihre Rolle als Lustobjekt aufmerksam gemacht.
Viele Beschreibungen konzentrieren sich dabei auf
- die visuelle Wirkung,
- die Tiefe der Stöße
- und die körperlichen, zuweilen auch auf die psychischen Reaktionen der Figuren.
Außerdem erlaubt er es
in Sexgeschichten, plastische Schilderungen von Bewegungen, Hautkontakt und Sinneseindrücken in die Story zu integrieren – oder er markiert den Moment, in dem die Handlung an Intensität gewinnt oder ein Wendepunkt erreicht wird.
Lange Rede, kurzer Sinn? Auch in der erotischen Literatur ist er ein gern und oft genutztes Symbol für eine ungehemmte, körperbetonte Sexualität.
Daher haben wir ihn uns ebenfalls nicht entgehen lassen und ihn unter anderem in unsere erotischen Storys
eingearbeitet. Aber letztlich darf ja jeder seine eigenen epischen Momente dieser Art erleben und seine ganz eigenen scharfen Geschichten schreiben …