Selbst ist die Frau. Gleichzeitig heißt es, dass Geben seliger denn Nehmen sei. Bei der Selbstbefriedigung lässt sich das einwandfrei kombinieren. Ein Vorbild dafür ist unsere Erfahrung zum Thema Sextoys selbst herstellen. Und rückblickend war für mich (Majo) dabei sowohl das fertige Sextoy als auch der Weg dorthin ein echtes Highlight. Denn aus einer spontanen Idee bezüglich meiner eigenen Hand als Fisting-Hand aus Silikon wurde ein persönliches Männer-Sexspielzeuge-Projekt, das mich überrascht, zum Lachen gebracht und am Ende sogar überzeugt hat. Ein tolles erstes Mal also. Aber der Reihe nach …
Ein Sextoy selbst herstellen: Wie kommt man denn auf diese Idee?
Eine berechtigte Frage. Und vor allem eins, was ja nicht unbedingt direkt so naheliegend ist. Offen gesagt bin ich da auch ein bisschen reingestolpert, so nach dem Motto: „Mit einem Penis-Abdruck-Set kann ja jeder individuelle
Dildos abgießen. Aber die eigene Hand, das ist mal etwas ganz anderes!“
So, da war sie raus, meine These – und das Leuchten in Stans Augen angeknipst. Klar wusste er, dass ich für diesen Silikonabdruck nicht mich als Testperson auserkoren hatte, denn ich selbst stehe nicht besonders darauf, gefistet zu werden. Dafür gehört das passive
Analfisting zu seinen persönlichen Vorlieben.
Es war also gewissermaßen eine kleine Schnapsidee, die ich da hatte, weil ich mich an der angeblichen Eindeutigkeit der Dinge im Hinblick auf das Erschaffen und das Benutzen von Sextoys aufgehängt hatte. Nun, jetzt gab es keinen Weg mehr zurück. Das Set für die Anfertigung des Körperabdrucks war bestellt und ich wartete auf die Umsetzung unseres gemeinsamen Experiments.
Meine Erfahrung beim Sextoy selbst machen: die Hand Gottes 2.0
Das echte Leben fickt einen härter als jeder Schwanz!
Diesen Spruch hat sicherlich schon jeder von uns einmal gehört. Ähnlich lang und bekannt müsste die Liste der
Missgeschicke beim Solo-Sex sein. Auf die Idee, was mir bei der Herstellung meiner eigenen Fisting-Hand aus Silikon passieren sollte, wäre ich im Vorfeld aber fast nicht gekommen. Denn wieder einmal lag der Teufel im Detail.
Vor dem Bestellen des Sets hatten wir meine Hand ausgemessen, um klar sagen zu können, ob ich sie überhaupt in das Rohr für den Abdruck hineinbekommen würde. Das sah alles gut aus, und ehrlicherweise ist meine Hand, wenn ich sie fürs (Anal-)Fisting zusammenlege, auch gar nicht so viel kleiner als ein
XXL-Schwanz, den so manch ein Mann sein Eigen nennt.
Und in der Tat klappte auch alles zunächst hervorragend. Ich steckte meine Hand wie geplant in das Rohr, das wir mit der Trägermasse für den Abdruck aufgefüllt hatten, hielt sie die angegebene Zeit darin ruhig. Nur als ich sie langsam wieder herausholen wollte, kam ich nicht mehr aus dem Rohr.
Na toll! Vor meinem inneren Auge taten sich bereits die Gesichter der Feuerwehrleute auf, die es aufschneiden und mich fragen würden, warum ich denn dieses eigentlich klar auf Schwänze ausgelegte DIY-Sextoy-Kit zweckentfremdet hatte. Geniale Idee, Frau M. aus D., muss man schon sagen …
Allerdings hatte ich Glück, und die Sexgötter hatten sich nur einen kleinen Scherz mit mir erlaubt. Ich schaffte es hinaus, so vorsichtig und gleichmäßig, dass die Grundform bereits beim ersten Versuch gelang (mehr Versuche hätten wir aber auch nicht gehabt). Der Rest lief quasi wie geschmiert und nur wenig später war sie fertig, meine eigene Hand aus Silikon, so fein, dass man sogar die Details der Fingernägel, der Gelenke und der Haut perfekt erkennen konnte.
Wir staunten, so gut hatten wir das Ergebnis nicht erwartet. Unsere Geduld hatte sich ausgezahlt, im wahrsten Sinne des Wortes, zumal das Set nicht einmal besonders teuer gewesen war. Der Praxistest nach dem Praxistest konnte beginnen … Und was soll ich sagen, die Hand Gottes bewährte sich nicht nur einmal!
Mein Fazit: Lohnt sich ein selbst hergestelltes Sextoy?
Auf jeden Fall. Natürlich kommt es darauf an, dass man bei einem Penis-Abdruck-Set auf eine so sichere Variante zurückgreift, dass ein entsprechendes DIY-Sextoy in puncto Materialqualität und Hygiene mit denen gekaufter Sexspielzeuge mithalten kann. Aber dann ist so ein Selbstversuch eine sehr persönliche Erfahrung, die einem aus verschiedenen Gründen richtig viel Lust bereiten kann. Gerade auch bei einer heißen Nummer damit.
Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass viele Leute mit einem Schwanz dabei besonders viel Spaß haben werden. Mir persönlich ist meine Silikon-Hand für intime Spiele mit mir selbst noch etwas zu groß. Aber ich bin da auch echt kein Maßstab.
Stan dagegen empfindet sie als großartig, weil sie sich für ihn bei einer seiner liebsten Sexspielarten
rund ums Hintertürchen wirklich gut anfühlt: nicht zu hart, aber ähnlich stabil wie das Original, obwohl keine Knochen in ihr stecken. Außerdem ist es etwas Besonderes, nicht irgendeine Fisting-Hand aus Silikon dafür zu nutzen, sondern meine. Die Hand von Frau Göttin. Und wenn dieses Kompliment den überschaubaren Aufwand nicht wert war, weiß ich auch nicht. Für mich steht jedenfalls fest: Das war sicher nicht mein letztes DIY-Experiment. Mal sehen, was Stan dazu sagt …
Und wie sieht es mit euren Erfahrungen rund um kreative, selbst hergestellte Sextoys aus?
- Habt ihr auch schon einmal versucht, euren Schwanz (oder den eures Sexpartners) mithilfe eines Dildo-Abdruck-Sets zu verewigen?
- Was hat euch eher gekickt? Das Ergebnis selbst oder der Prozess, ein persönliches Sexspielzeug zu erschaffen?
- Oder habt ihr noch ganz anderweitige Abdruckset-Erfahrungen gemacht, an denen ihr uns gern teilhaben lassen würdet? (Ruhig auch einfach als Person, die das DIY-Sextoy benutzt.)
Schreibt uns gern in die Kommentare, was euch diesbezüglich einfällt und euch bewegt. Und wenn ihr Lust auf weitere, thematisch dazu passende Erfahrungsberichte unsererseits haben solltet, schaut unbedingt in die Magazinartikel
Das erste Mal: Analfisting und
Das erste Mal: Sextoys für Männer hinein. Wir lesen uns!