Knebel finde ich durchaus faszinierend. Zwar bin ich nicht devot und zähle dieses Accessoire deshalb nicht zu meinem üblichen Spieloutfit, aber als Masochist möchte ich aufgrund der Nachbarn tatsächlich den einen oder anderen Schrei unterdrücken. Dabei kann ein Knebel mit Sicherheit hilfreich sein. Doch wie angenehm ist so ein großer Ball tatsächlich im Mund? Und wie sieht es mit Schlucken, Zungenbewegung und längerem Tragen aus? Genau das habe ich mir im Selbsttest genauer angesehen.
Der erste Eindruck
Da es sich um beim Silikon-Ball-Knebel von Rimba um ein vergleichsweise preiswertes Toy bei
EIS handelt, habe ich nicht mit einer Schmuckverpackung gerechnet. Die verschweißte Plastikverpackung irritiert mich auch nur einen ganz kurzen Moment. Denn natürlich steht sie für ein hygienisch einwandfreies Produkt, mit dem man sicher viel Freude haben kann.
In der Verpackung liegt ein Knebel, der aus einer schwarzen, vielfach durchlöcherten Plastikkugel besteht. Diese ist an einem ebenfalls aus Silikon bestehenden Band aufgefädelt. Ein äußerst durchdachtes Design, denn die Knebelkugel ist stabil und erlaubt dank der mehrfachen Lochung eine Mundatmung. Außerdem lässt sich das Band unterschiedlich weit einstellen und kommt dadurch für Menschen mit kleinem wie mit großem Kopf infrage. Ich selbst liege im Mittelfeld und finde problemlos die für mich passende Einstellung.
Der Selbsttest: Ruhe im Karton
Majo hätte aufgrund ihres kleinen Mundes mit Sicherheit Schwierigkeiten mit dem Durchmesser des Knebels. Für mich hingegen ist er geradezu perfekt. Ich beiße auf die Kugel und führe das Band in meinen Nacken, um es dort zu verschließen. Das klappt sofort ohne Schwierigkeiten.
Ich trage den Knebel, während ich diesen Test niederschreibe. Dabei spüre ich bereits nach wenigen Minuten meine fehlende Übung mit
derlei Sextoys: Es fällt mir nicht leicht, den Mund dauerhaft in der notwendigen Stellung zu öffnen und die Kugel dabei zu umschließen.
Auch das Unterbringen der Zunge und das Schlucken sind im geknebelten Zustand Herausforderungen für sich. Außerdem muss ich aufpassen, die Mundwinkel nicht im Bereich der seitlichen Bohrungen der Kugel einzuklemmen. Dass mir Speichel zwischen Kugel und Unterlippe herausläuft, ist nur ein kleiner Nebeneffekt.
Mit Sicherheit kann man mit einem solchen Knebel für den nächsten Besuch beim Zahnarzt trainieren. Ich werde ihn aber bei der nächsten S/M-Session tragen, nachdem Majo ja inzwischen in puncto
Schlagfertigkeit beim Flagellantismus etwas dazugelernt hat. Dann stören wir die Nachbarn nicht, selbst wenn es mal wieder heftiger zugehen sollte. Außerdem bin ich sehr gespannt, ob ich die genannten Schwierigkeiten im Laufe der Zeit besser in den Griff bekomme.
Ich reinige die Kugel des Knebels einfach mit etwas Seife unter fließendem Wasser. Nach dem Trocknen noch einmal mit Toycleaner desinfizieren und schon ist der Knebel insgesamt wieder für seinen nächsten Einsatz bereit.
Mein Fazit? Dieses spannende Toy sollte man durchaus einmal ausprobieren!
Ich hätte es zuvor nicht gedacht, doch dieses Teil führt mich gleich in mehrfacher Hinsicht an meine Grenzen. Aber als Accessoire für Subs und
Masochisten muss es sich ja auch nicht um ein bequemes, einfach zu handhabendes Toy handeln. Gerade in der Herausforderung liegt ein besonderer Reiz. Schön, dass ein derartiges Sexspielzeug für so kleines Geld zu haben ist.