Fast jeder Mensch liebt Geheimnisse – jedenfalls dann, wenn es sich um die eigenen handelt. Nun kann man natürlich geteilter Meinung darüber sein, aus welchen Dingen man tatsächlich ein Geheimnis machen sollte. Sexspielzeug würden die meisten Menschen dieser Kategorie aber klar zusortieren. Daher sind für die Lustmacher kreative Verstecke gefragt. Oder die Toys sind so gut getarnt, dass man ihren Nutzen erst auf den zweiten Blick erkennt.
Was vibriert denn da? Lippenstift-Vibratoren und andere diskrete Sextoys
Es ist noch gar nicht so lange her, dass die aus einer Damenhandtasche vernehmbaren Vibrationsgeräusche unzweifelhaft einem
Sexspielzeug zugeschoben wurden. Das ist heute komplett anders: In den Hand-, Mantel- und Hosentaschen von Menschen aller Geschlechter vibriert es geradezu ständig, etwa wenn das dort befindliche Smartphone den Eingang von Nachrichten registriert oder man angerufen wird. Denn viele Menschen ziehen den diskreteren Vibrationsalarm dem geräuschvollen Signal eindeutig vor.
Wer würde da noch an Lustspender im Handtaschenformat denken? Die Gelegenheit für Sextoys ‚to go‘ war also noch nie so günstig wie heute. Ein klassisches Beispiel ist der als Lippenstift getarnte Mini-Vibrator. Der ist übrigens schon durch seine Hülle so gut geschützt, dass er sich normalerweise nicht ungewollt aktiviert. Und falls doch: „Oh, das ist sicher ein eiliger Anruf …“
Doch auch heimische Vibrations-Toys müssen sich nicht immer als solche zu erkennen geben. Größere Vibratoren etwa lassen sich als Taschenlampe tarnen. Andere fallen dank neutraler Farbgebung zwischen ‚unverdächtigen‘ Wellness- und Massagegeräten wie dem Nackenhörnchen oder dem Noppenball überhaupt nicht auf.
Oh, was für ein wunderschöner Briefbeschwerer! Designer-Dildos aus Glas und Metall
Glas und
Metall gehören zu den beliebtesten Werkstoffen für Sexspielzeug. Gründe dafür liegen in
- der schier grenzenlosen Formbarkeit,
- der gleichermaßen glatten wie kühlen Oberfläche,
- der Möglichkeit einer einfachen Reinigung
- und der einzigartigen Haptik.
Deshalb gibt es gläserne und metallische Toys mittlerweile in mannigfaltiger Auswahl. Die runde, an einen Penis erinnernde Form ist ein echter Klassiker, doch Designerinnen und Designer zeigen sich hier immer öfter von ihrer verspielten Seite. Die folgende Liste zeigt nur einige Beispiele.
| Zuckerstange |
Banane |
Maiskolben |
| Delfin |
Sepia-Arm |
Zunge |
Abhängig von der Art heimischer Deko lässt sich dieses Sexspielzeug tatsächlich recht gut integrieren. Der originalgroße, seinem Vorbild exakt nachempfundene Phallus mag als Schmuck für die Fensterbank des Wohnzimmers vielleicht nicht die richtige Wahl sein. Der Sepia-Arm oder das geschwungene Fantasie-Objekt kommen aber durchaus infrage.
Übrigens greifen nicht wenige Menschen rein für Deko-Zwecke zu gläsernen Sextoys. Das ist auch kein Wunder, denn bekanntlich ist Metall- und
Glasdesign häufig ein hochpreisiges Vergnügen. Und anderswo hat das nichts mit
vaginalen oder analen Freuden zu tun. Also: Wer würde bei der Betrachtung des eleganten Briefbeschwerers lüsterne Gedanken entwickeln?
Getarnte BDSM-Möbel für zu Hause: Wenn das Andreaskreuz zur Garderobe wird
Die Beliebtheit von BDSM-Clubs und -Wohnungen lässt sich unter anderem auf die Ausstattung zurückführen. In den eigenen vier Wänden sind die Möglichkeiten eher begrenzt: Das
Andreaskreuz, den Sklavenstuhl oder das Fesselbett kann man dem pubertierenden Sohn wahrscheinlich noch schlechter erklären als der Schwiegermutter. Es sei denn, man setzt auch hier auf eine geschickte Tarnung.
- Das Andreaskreuz wird durch eine alternative Art der Aufstellung und entsprechende Haken zu einer Wandgarderobe.
- Der bequeme Sessel verfügt über eine austauschbare Sitzfläche, die man zum Beispiel mit Dildo(s) bestücken kann.
- Die Fesseln für den Hals sowie die Hand- und Fußgelenke am Bett kann man nach Belieben an- und abmontieren. Besonders dann, wenn es sich um ein Metallbett mit stabilem Gestänge an Kopf- und Fußende sowie an den Seiten handelt.
Zweckentfremden statt verstecken: kreative Ideen für den Alltag
Auch darauf (oder damit?) muss man erst einmal kommen: In jedem Haushalt finden sich zahlreiche Dinge, die sich potenziell als Sexspielzeug eignen. Flaschen (bitte gut gereinigt und mit geschlossenem Deckel!) bieten sich ebenso an wie verschiedene Sorten von
Obst und Gemüse. Und auch die Handbrause in der Duschkabine soll schon so manch einen Höhepunkt bewirkt haben. Apropos Höhepunkt:
„Caught in the act“: versteckte Sextoys als Teil der Camsex-Show
Sextoys und digitale Erotik gehören längst zusammen. Während früher hauptsächlich die Frage im Mittelpunkt stand, wie sich Vibratoren, Dildos oder andere Lusthelfer möglichst unauffällig aufbewahren lassen, geht es heute auch darum, wie sie in
erotische Online-Erlebnisse eingebunden werden können.
Gerade beim Camsex spielt Privatsphäre eine wichtige Rolle. Nicht jedes Toy soll direkt offen sichtbar im Hintergrund liegen, wenn die Kamera eingeschaltet wird. Deshalb erweisen sich praktische Aufbewahrungslösungen wie verschließbare Toycases oder unauffällige Boxen für viele Cam-Models als sehr praltisch.
Gleichzeitig entsteht durch moderne Camsex-Formate eine interessante Verbindung zwischen Verstecken und Zeigen. Dabei liegt der Kick nicht darin, tatsächlich heimlich beobachtet zu werden, sondern in dem bewussten In-Szene-Setzen des Moments. Ein scheinbar gewöhnlicher Raum, ein verstecktes Sextoy und der gezielte Augenblick, in dem es Teil der Show wird, können eine erotische Spannung erzeugen.
Solche „Caught in the act“-Fantasien funktionieren jedoch nur als abgesprochenes Spiel, und wir alle wissen, dass der Unterschied zwischen einem aufregenden Rollenspiel und einer echten Verletzung der Privatsphäre in Consent, Vertrauen und klaren Grenzen liegt. Bei
seriösen Cam-Erlebnissen entscheidet deshalb immer das Cam-Model selbst, was gezeigt wird und welche Rolle ein Sextoy dabei spielt.
Besonders spannend wird diese Verbindung durch die Entwicklung moderner Lovetoys.
- Appgesteuerte Vibratoren,
- ferngesteuerte Sextoys
- und Toy-Control-Systeme
ermöglichen es denn auch, erotische Interaktion über größere Entfernungen hinweg zu erleben. Aus einem Gegenstand, der früher möglichst diskret verstaut wurde, kann so ein bewusst eingesetztes Element einer gemeinsamen digitalen Erfahrung werden.
Somit stehen
Sextoys beim Camsex für eine interessante Entwicklung: Diskretion und Sichtbarkeit schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, dass bei der Kombination alles freiwillig, bewusst und mit Respekt vor der Privatsphäre aller Beteiligten geschieht. Aber doch noch einmal zurück zum Anfangsthema ...
Welche Tarnung für Sexspielzeug findet ihr am cleversten?
Habt ihr selbst schon einmal ein besonders gut getarntes Sexspielzeug entdeckt oder nutzt ihr vielleicht sogar eines?
Welche Variante gefällt euch besser: praktische Tarnungen für unterwegs oder Designs, die sich unauffällig in die Wohnung integrieren lassen
Welche Sextoys sollten eurer Meinung nach unbedingt noch eine bessere Tarnung bekommen?
Wir freuen uns auf eure Erfahrungen, Ideen und kreativen Lösungen in den Kommentaren!