Ja, absolut – sie kann bei aphrodisierenden Lebensmitteln einen großen Unterschied machen. Viele Wirkstoffe sind nämlich hitzeempfindlich oder werden durch bestimmte Zubereitungen besser verfügbar. So sieht das Ganze in etwa im Einzelnen aus:
| Lebensmittel |
Verzehrtipp |
Grund |
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| Chili |
roh oder leicht gegart, frisch über ein Gericht gestreut |
Capsaicin ist hitzestabil, aber zu starkes Kochen kann das Aroma beeinträchtigen |
| dunkle Schokolade |
pur oder bei niedriger Temperatur verarbeitet, als Trinkschokolade oder als Mousse au Chocolat |
stimmungsfördernden Stoffe wie Theobromin und Phenylethylamin können bei sehr hoher Hitze inaktiviert oder reduziert werden |
| Erdbeeren |
roh, im Obstsalat, Smoothie oder für ein lebendes Büffet |
Vitamin C und Antioxidantien wie Anthocyane sind hitzeempfindlich |
| Avocado |
am besten roh, in Salaten, als Brotbelag oder in Bowls |
die ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E oxidieren bei Hitze |
| Granatapfel |
roh oder als kaltgepresster Saft, Kerne im Salat oder im Jogurt |
die Polyphenole und Ellagsäure gehen bei Erhitzung verloren |
| Ingwer |
sowohl roh als auch als Tee nutzbar – aber nur kurz (5 bis 10 Minuten ziehen lassen |
Gingerole (frisch) sind leicht flüchtig; sie verwandeln sich beim Erhitzen in Shogaole, die ebenfalls wirksam, aber schärfer sind |
| Spargel |
schonend bissfest gekocht oder gedämpft – aber nicht zerkocht |
einige Vitamine (z. B. Folsäure) sind hitzeempfindlich, andere (wie Vitamin K) bleiben erhalten – der Geschmack entfaltet sich gekocht aber am besten |
| Austern |
frisch und roh, aber nur bei absolut sicherer Herkunft |
der hohe Zinkgehalt bleibt zwar auch beim Garen erhalten, aber rohe Austern enthalten zusätzlich aktives Taurin und Dopamin-Vorstufen |